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¦ Kostenloser Notruf ¦ Die Wichtigkeit der Information ¦ Künstliche Lawinenauslösung ¦ Umstrukturierung ¦ Die Führungspersönlichkeit ¦


Eine kostenlose Notruf-Frequenz ohne Grenzen

Für Notrufe um den Mont Dolent gibt es von nun an keine Grenzen mehr. Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus der Haute Savoie, dem Val d'Aoste und dem Wallis, die sich seit 1996 im Rahmen von INTERREG II vereinigt, gibt bekannt, dass inskünftig nur eine und gleiche Notruf-Frequenz per Funk gilt:

Der E-Kanal ( Emergency) auf 161.300 MHz

Rund um die Uhr, wo auch immer Sie sich befinden, auf Rufzeichen CODIS und PGHM für Frankreich, COR für Italien und VIVA für das Wallis, sind die Koordinations-Notrufzentralen von Chamonix und Annecy (F), Aosta (It) und Siders (Zentrale 144, VS) imstande, jegliche Rettungsaktion einzuleiten und diese anschliessend zu koordinieren. Das Funknetz ist leistungsfähig, dies dank der Installation von 15 Basisstationen auf dem Gebiete Frankreich, ausgerüstet mit Sende- und Empfangs-Antennen, 11 auf dem Gebiete Italien und 7 auf Walliser Boden. Zu bemerken ist ebenfalls, dass die REGA (mit Basis in Zürich) auf Empfang dieses gleichen E-Kanals auf schweizerischem Gebiet ist.

Keine Konzession nötig, aber ein ausgerüstetes Funkgerät

Es ist zu unterstreichen, dass das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) zur Benützung dieser einzigen Frequenz keine Konzession verlangt, diese ist also kostenlos. Hingegen um mit den Zentralisten sprechen zu können, muss das Funkgerät ein Selektiv 5-Ton 21414 (ZVE11 oder 2) erzeugen können, um das Relais zu eröffnen. Diese Technik bietet sogar die Möglichkeit an, die Verbindung mittels eines Test-Selektivs 5-Ton (ZVEI 2) zu testen, ohne das Personal der Zentrale zu stören. Als Quittung sendet dann das kontaktierte Relais mehrere Tonalitäten zurück. Bis Ende Sommer werden sämtliche Basisstationen diese Testmöglichkeiten anbieten. Um mit den französischen und italienischen Einsatzzentralen ein Gespräch führen zu können, ist es unerlässlich, dass das Funkgerät einen Ton von 123 Hz (PL 123) erzeugt.

Eine gute Deckung, aber keine absolute

Ungeachtet des weiten Funknetzes, das vom Monte-Rosa bis zum Grand Paradis, vom Mont-Blanc bis zum Grand Muveran und den „dômes de Miage" bis zum Finsteraarhorn ausdehnt, können die betroffenen Rettungsorganisationen keine Garantie für eine Verbindung in jeden Winkel der Alpen anbieten. Angesichts des weiträumigen Berggebietes könnten diese berufsmässigen Rettungshelfer jedenfalls keine Haftung übernehmen, falls die Verbindung nicht unter guten Bedingungen hergestellt werden kann. Dies ist namentlich der Fall auf den höheren Gipfel der Alpen, wo die Deckung durch die Installation eines Relais auf der Bergspitze des Grand-Combin bis Sommer 2002 verbessert werden muss. Während dieser Übergangsphase kann immer noch der K-Kanal (Katastrophe auf 158.675 MHz) benutzt werden. Zurzeit ist dieser K-Kanal von nicht erlaubten Anrufen überlastet, da er ausschliesslich für Testverbindungen mit der Zentrale bestimmt ist. Der K-Kanal muss nach und nach für Grosseinsätze der Rettungshelfer frei sein.

Gebrauchsanweisung für die Benutzer

Die Rettungshelfer des « Peloton de Gendarmerie de Haute Montagne in Chamonix », des « Service Departemental d'Incendie et de Secours de la Haute Savoie » in Annecy, der« Protection civile valdotaine » und der Kantonalen Walliser Rettungsorganisation (KWRO) empfehlen den Benutzern, im Falle einer unbefriedigenden Verbindung, sich auf einen Kamm zu bewegen und auf dem E-Kanal zu beharren. Es ist nicht angezeigt, sofort die Frequenz zu wechseln, sondern einen Notruf an andere Funkteilnehmer auf diesem Kanal zu setzen.

Bei einem Notruf bereiten Sie sich auf folgende Fragen vor:
1. Wo befinden Sie sich ? ( Genaue Koordinaten oder genauer Standort)
2. Was ist geschehen ?
3. Wer sind Sie?
4. Wann ist es passiert ?
5. Wie ist das Wetter ?
6. Kann man mit einem Helikopter landen ?
Nach dem Alarm bleiben Sie auf dieser Frequenz und folgen Sie den Anweisungen der Retter.

Für mehr Informationen siehe www.ocvs.ch

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Die Wichtigkeit der Information

Jr ) Der Jahrhundertwinter brachte nicht nur Unmengen Schnee und viel Leid und Zerstörung im ganzen Alpenraum. Vielerorts traten grosse logistische Probleme auf.

Die Sicherheitsverantwortlichen mussten ihre bis anhin gültigen Einsatzpläne laufend überarbeiten und anpassen. Während der Katastrophentage nahm die Angelegenheit eine unglaubliche Dynamik an. Der Druck der in- und ausländischen Presse war auf alle Beteiligten gewaltig.

Wo aber blieb die klare tägliche Information ?

Die meisten Sicherheitsdienste sind mit bestausgewiesenen Lawinenspezialisten bestückt. Jahrelang irgendwo verstaubt in einer Schublade liegend Evakuationspläne bewiesen nachwievor ihre Gültigkeit. Gearbeitet wurde bestens. Die Anzahl der Verwüstungen und vor allem der betroffenen Personen hielt sich einigermassen in Grenzen. Hunderttausende hielten sich zu diesem Zeitpunkt in den Alpen auf !

Die europäischen Medien „frassen“ die Verantwortlichen

Wo aber blieb die Information? Die tägliche Information der Bevölkerung, der Gäste und der Presse fehlte in den meisten Fällen. Fehlender Informationsfluss ist der beste Nährboden für Sensationshascherei. Daraus entstandener Schaden ist kaum mehr mit Dementis gut zu machen. Die „Nachlawinen“ haben in allen Medien ein bisher nie dagewesens Echo ausgelöst. Der daraus entstandene Schaden war immens.

Wirkungsvoll informieren

Der Informationsverantwortliche orientiert die Oeffentlichkeit frühst möglich. Die Presskonferenzen finden am gleichen Ort zur gleichen Zeit statt. Sachliche in Portionen vermittelte Tatsachen werden klar gegliedert und allenfalls durch moderne Mittel anschaulich präsentiert. Wichtig sind Zusammenfassungen und Wiederholungen.

Durch gekonntes und gezieltes Vorgehen entsteht ein gutes freundschaftliches Klima das von Zusammenarbeit lebt. Vorsicht ist von übertriebener Schwarzmalerei oder grundlosem Optimismus geboten. Information erfolgen mündlich und schriftlich in kurz und prägnanter Form. Glaubwürdige Information erschwert eine unfaire Information. Der Presseverantwortliche ist eine starke , echte und offene Persönlichkeit und ein guter Rhetoriker, der bei Fragen persönlich führt.

Daraus ergibt sich, dass der Pressemann genau so ein absoluter Fachmann sein muss wie seine übrigen Kollegen. Der Wichtigkeit dieser Arbeit ist nie zu unterschätzen.

Nato macht es vor

Während des Balkankonfliktes informierte die Nato mit ihrem Sprecher täglich über die wichtigsten Ereignisse. Er wich auch keinem Fehlverhalten oder Fehleistungen seiner Truppe aus. Die schlechtesten Nachrichten wurde gut verpackt an die Oeffentlichkeit gebracht und manches schien in einem ganz anderen Licht.

Somit ist ein weiteres Ziel der Information errreicht. Die eigene tägliche Arbeit wird erleichtert. Dies schaffe ich nur mit einer von guter Stimmung und Kollegialität getragener Athmosphäre.

Unpopuläre Entscheide wie Strassensperrungen oder Evakuationen verlieren somit ihre Bedrohung für den Einzelnen und werden als viel weniger einschneidend empfunden.

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Künstliche Lawinenauslösung bei Grossschneefällen.

Jr) Die Grossschneefälle im Februar 99 haben verschiedenartige z.T. vergessene oder nicht gekannte Probleme aufgezeigt! Die künstliche Lawinenauslösung hat in dieser Zeit eine neue Dimension erhalten. Die Grundlagen zu diesem Artikel entnehme ich dem Bericht des SLF „Der Lawinenwinter 99“.


Ziel der künstlichen Auslösung

Ein Hauptpunkt innerhalb dem äusserst komplexen Bereich der künstlichen Auslösung ist das regelmässige Entladen von Steilhängen zur Verminderung von Grosslawinen .

70'000 kg Sprengstoff verwenden unsere Sicherungsdienste durchschnittlich pro Jahr.
100'000 kg waren es allein im Katastrophenwinter 99.

Die Schweiz kennt die verschiedensten Methoden zur künstlichen Auslösung. Neben den konventionellen Armeewaffen wie RakRohr und Minenwerfer gelten die Handsprengungen als Hauptwaffe gegen die vielfach unkontrollierbaren Massen.

Aufwändige permanente Anlagen wie Lawinenorgeln, mechanische Sprengbahnen und Gasex vervollständigen das Arsenal. Gerade bei diesen Anlagen zeigten sich aber erhebliche Mängel in der Funktionstüchtigkeit bedingt durch die immensen Schneemassen. Z. T. wurden die Stromzufuhr unterbrochen oder die Sprengbahnen waren beschädigt.

Der Einsatz des Hubschraubers war gerade in diesen Tagen mangels Verfügbarkeit ein riesiges Problem.

Dem Sprengzeitpunkt kommt besondere Bedeutung zu.

Für die Sicherungsdienste der Bergbahnen stellte sich ein aussergewöhnliches Problem. Die Sprengpunkte waren zwar noch die gleichen. Die Bedeutung der Auslaufzonen und der Zeitpunkt der Auslösung bekamen neue unbekannte Dimensionen.

Plötzlich waren nicht nur die Transportanlagen gefährdet sondern auch Zufahrtswege oder gar Siedlungen. Richtigerweise verzichtet der eine oder andere Sicherungsverantwortliche auf unkontrollierbare Sprengaktionen. Trotzdem kam es zu bedauerlichen Zwischenfällen auf die ich im einzelnen nicht eingehen werde.

Die zu sichernden Gebiete wurden z.T. erheblich erweitert. Hier betrat mancher absolutes Neuland und war von Überraschungen nicht gefeit.

Die Erhebungen des SLF zeigen, dass richtigerweise in den Tagen der Stufe 5 erheblich weniger gesprengt wurde.

Mängel wurden vielfach in der Zusammenarbeit mit Gemeindelawinendiensten und deren Führungsstäben festgestellt. Ebenso kam der objektiven aktuellen Information eine bisher nicht gekannte Wichtigkeit zu. Diese Punkte werden in die neuen Konzepte sicherlich einfliessen.

Wurden Grosslawinen verhindert?

In den meisten Fällen kann diese Frage mit ja beantwortet werden. Regelmässiges Auslösen verhinderte gefährliche Ansammlungen. Die Überprüfung der Erfolge war aber infolge der langanhaltenden schlechten Witterung sehr schwierig. Die Wirkung der Sprengungen wurde durch Verkleinerung des Wirkungsradius oder die Erhöhung der Ladung erhöht.

Nicht desto trotz waren logischerweise nicht alle Aktionen erfolgreich. Der bereits erwähnte Umstand der objektiven Beurteilung aus meteorologischen Gründen oder der Einsatz in fremden Gebieten waren dafür sicherlich ausschlaggebend waren.

Vermehrte Schadenfälle

Grosser Sachschaden entstand in Leukerbad und am Oberalppass. Waldschäden waren keine grossflächigen zu verzeichnen. 25 Bergbahnunternehmen beklagen Schäden an ihren Transportanlagen. Die Schäden sind auf alle negativen Varianten der künstlichen Auslösung zurückzuführen. Sekundärlawinen nach Sprengungen, Fernauslösungen, zeitlich verzögerte Lawinen nach negativen Sprengungen waren die Hauptsünder.

Fazit

· Der Einsatz der künstlichen Auslösung hat sich auch in diesen aussergewöhnlichen Wochen grundsätzlich bewährt.
· Erneut auftretende Schneefälle haben zu Auslösungen nach Grosslawinen geführt.
· Vorsicht bei der spontanen Erweiterung der Einsatzgebiete.
· Negative Sprengungen können zu einer markanten Zusatzbelastung der Schneedecke führen. Sie gleitet mit massiven zeitlichen Verschiebungen ab.
· Frühzeitiges, regelmässiges Sprengen hilft Grosslawinen zu vermeiden.
· Konzepte sind der Ausnahmesituation anpassen.
· Der Erfahrungsschatz aus früheren Tagen war vielfach gar nicht mehr vorhanden.

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Jr) Umstrukturierung – Bedeutung für den Rettungsdienst


Immer mehr bergbahnunternehmen sehen ihr heil in regionalen oder ueberregionalen zusammenschlüssen. Sie folgen damit der allgemeinen tendenz, die heute in der wirtschaft als „ daily business“ gelten. Gross, grösser am grössten geht aber leider auch in unserem wirtschaftszweig tourismus nicht immer auf. Was bedeutet die neue entwicklung für den rettungsdienst und seine verantwortlichen ?

Lokale Gegebenheiten

Unsere unternehmen haben sehr lange traditionen. Die somit über jahrzehnte gewachsenen strukturen sind vielfach starr und schwer aufzuweichen. Im weiteren kennen viele rettungsdienste ein generationenproblem. Patrouilleure die seit jahrzehnten ihren dienst tätigen, werden mit immer schneller mit neuen situationen und techniken konfrontiert. Neue patroullieure bleiben in der regel nicht sehr lange ihrem job treu. Jährlich werden gesamtschweizerisch über 50 neue leute und ausgebildet, die meistens vor abschluss der ausbildungskarrriere ausscheiden. Rettungsleute sind meistens sehr stark ortsgebunden. Familiäre gründe und ihr hauptberuf bindet sie an einen sehr begrenzten raum. Der beruf des patrouilleur’s hat stark an attraktivität verloren. Die aufwändigen ausbildungskurse und sogar das erreichen des eidgenössischen fachausweises garantieren heute leider keine gesicherte anstellung mehr.

Grenzen der Umstrukturierung

Der schneesportler hat durch die verkehrsicherungspflicht das recht und auch die garantie , dass ein modern ausgebildeter rettungsdienst im im notfall zur hilfeleistung bereit steht. Somit ist eine gewisse grösse und qualität der mannschaft erforderlich. Überbetriebliche oder überregionale zusammenarbeit kostet arbeitsplätze. Austausch innerhalb der unternehmen von spezialisten heisst das zauberwort und funktioniert rationell nur bei flugwetter. Terrestrische Verschiebungen gerade bei notfällen sind aus zeitlichen gründen unverantwortlich und für das unternehmen schlussendlich kontraproduktiv !

die auswirkungen eines abbaus sind aus der wirtschaft bestens bekannt und durch umfangreiche studien bewiesen. Die verunsicherung am arbeitsplatz führt zu schlimmen konflikten. Persönlich erfährt jeder einzelne die veränderungen. Allgemein wird das klima härter und der umgang untereinander wird schwierig. Plötzlich wird der langjährige arbeitskollege zur gefahr für die eigene arbeitsstelle. Die zurückgebliebenen mitarbeiter arbeiten nach einer umstrukturierung weniger effizient. Sie sind verunsichert: trifft es mich als nächsten ?
Im weiteren suchen sie sich alternativen auf dem arbeitsmarkt. Der verlust am gesamten knowhow ist immens. Die arbeitsleistung sinkt, da die belastung auf den einzelnen ja noch grösser wird. Unfall- und krankheitsbedingte ausfälle häufen sich. Wo wichtige arbeiten nicht mehr richtig ausgeführt werden, sei es durch mangelnde initiative des einzelnen oder weil ganz einfach niemand mehr für diese arbeit da ist, da entsteht ein immenser imageverlust. niemand aus unserer branche kann sich eine qualitätsverminderung in zeiten des harten verdrängungsmarktes erlauben. Das spürt das unternehmen sehr schnell und direkt an den verkaufszahlen.

Letztlich ist der gerade der pisten- und rettungsdienst das aushängeschild schlechthin eines unternehmens. Fehler auf dieser ebene haben katastrophale auswirkungen und können sogar leben gefährden.
Rettungsdienste sind unbestritten einer teuerer kostenfaktor eines jeden unternehmens. Nichtsdesto trotzt ist es unverantwortlich abstriche in irgendeiner form zu machen. Letztlich fallen solche entscheide auch auf jeden einzelnen verwaltungsrat zurück. Sollte sich bei der suche nach verantwortlichkeiten und fehlern nach unfällen erweisen, dass dem rettungsdienst die möglichkeit zu einem vernünftigen arbeiten und dem einsatz modernster mittel gar nicht gegeben wurde, können sich diese leute nach der neusten rechtssprechung nicht aus der verantwortung entziehen.

Ueberdenken angesagt

Bergbahunternehmen haben eigenen gesetze. Sie sind der motor der wirtschaft einer ganzen region. Wirtschaftlicher erfolg muss ein solches unternehnem aufweisen. Aber zu welchem preis? Die meisten aktien sind lokal gestreut. „Shareholder value“ wird klein geschrieben. Niemand der geld gewinnbringend anlegen will hat in den letzten jahren in bergbahnunternehmen invstiert. Dafür gibt es andere wirtschaftszweige. Die unternehmen müssen sich ihrer verantwortung gegenüber allen besser bewusst werden. Die absicht der gründergeneration war es sicherlich nicht unternehmen aufzubauen um sie später nur der rendite willen zu schliessen. Wie weit sich gemeinden und regionen an den unternehmen beteiligen sollen ist von fall zu fall abzuklären und sicher in vielen fällen äusserst sinnvoll.

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Die Führungspersönlichkeit im Rettungsdienst


jr) Die moderne Welt stellt durch ihre konstante Veränderung ständig neue Herausforderungen an die Führungspersönlichkeit.

Bis anhin ging es meist um das Verwalten von traditionellen, festgefahrenen Aufgaben. Heute drängen neue Ideen in den Vordergrund. Das totale Informationszeitalter ermöglicht es jedem, Zusammenhänge zu verstehen und zu hinterfragen. Führen braucht heutzutage viel Fingerspitzengefühl und Verständnis.

Geistige Führung ist angesagt

Das neue persönliche, soziale und kulturelle Umfeld erfordert eine geistige Führung.
Die hauptsächlichste Frage der Mitarbeiter lautet: Warum?
Moderne Führungskräfte setzen daher auf Emanzipation ihrer Mitarbeiter. Probleme und Konflikte sind Daueraufgaben. Dies zu akzeptieren ist ein wichtiger Schritt und schafft Platz für Neues.

Ziele des Rettungsdienstes schliessen das private Umfeld nicht mehr aus. Die Einbindung der persönlichen Sorgen und Nöte gehören ebenso zur neuen Führungsform.

Die Führungskultur ist von grösster Wichtigkeit und ermöglicht eine menschliche Entwicklung eines jeden einzelnen Mitgliedes. Sie ist neben unabdingbarem höchsten technischen Wissen der Erfolgsgarant schlechthin.

Sinnvermittlung

Effizienz und Zweckgestaltung eines Rettungsdienstes allein reichen heute nicht mehr aus. Der verantwortliche Leiter muss neu lernen Sinn zu vermitteln, Beziehungen zu pflegen und ein offenes Klima zur Ideenentfaltung zu schaffen.

Die innere Akzeptanz und die Identifikation mit den Zielen ist somit viel leichter zu erreichen. Es findet eine Verlagerung von der Sach- auf die Mentalebene statt.

Zentrale Aufgabe des Rettungschefs ist es Sinn zu stiften, Lernprozesse zu beschleunigen, Anreize zu schaffen. Im neuen Kulturklima lernt der Lernende selber. Der Rettungschef hat dank Triage einen viel grösseren Überblick. Er setzt Prioritäten, erkennt Wichtiges, koordiniert und delegiert. Somit bleibt der Kopf frei für die wirklichen Entscheidungen und Problemlösungen.

Er ist die Integrationsfigur und er lebt das neue Klima vor. Er unterstreicht damit seine hohe Qualifikation auf beruflicher und vor allem auf menschlicher Basis.

Die Fachliteratur beschreibt ihn als Prozessgestalter, Kommunikator und Menschenführer.

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