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¦ Alpen attraktiver machen ¦ Gute alte Zeit ¦ Lawineneinsaetze 2001-2002 ¦ Swiss Alpina ¦ Obergurgl: Freispruch ¦ Soelden: Ermittlungen ¦ Toedliche Lawinenunfaelle in der Schweiz ¦ Erholung im Tourismus ¦ Neue Leitwolf Winde ¦

Die Alpen attraktiver machen

Die Alpen gelten unverändert als eine der beliebtesten Urlaubsregionen der Welt. Manche Regionen haben den Wirtschaftfaktor Tourismus spurlos an sich vorübergehen lassen und leiden nun unter der großen Konkurrenz.

Rund 120 Millionen Gäste jährlich belegen den Reiz, den die Alpen als Urlaubsregion ausüben. Die Ansprüche, die der Gast von heute stellt, sind in den letzten Jahren gestiegen. Eine Berglandschaft ist heute zuwenig, um Gäste anzulocken. Laut dem Geschäftsführer der Tirol Werbung, Josef Margreiter, haben viele Betriebe und die großen Tourismuszentren die Zeichen der Zeit früh genug erkannt. Andere wiederum haben die rasante Entwicklung verschlafen, könnten aber immer noch auf den Erfolgszug aufspringen. "Man muss sich jetzt natürlich schon etwas einfallen lassen, es gibt nämlich Lösungen für die Kleinen. Wenn sich die Kleinen nicht in intelligente Netzgemeinschaften begeben, dann werden sicherlich Größere, und auch Konzerne, sich mehr in Tirol hineindrängen. Deswegen braucht man aber keine Angst zu haben, weil wir schon genug Beispiele in unserem Land sehen." Die Kette der Wanderhotels, die mit einem breiten Leistungsangebot wesentlich mehr Gäste als die unspezialisierte Konkurrenz anzieht, nennt Margreiter als Beispiel. Im Wellnessbereich sieht er eine besonders zukunftsträchtige Nische für den Tourismus. Voraussetzung für gut funktionierende Nischen und Spezialangebote ist das nötige Gästepotenzial. Im Sommertourismus hat der Strandurlaub dem Alpintourismus schwer zugesetzt. Alpinist und Tourismusexperte Wolfgang Nairz meint, durch Spezialangebote wie Canyoning, Klettern und Rafting gelte es das "Produkt Berg" besser zu vermarkten und so den Strandurlauber in die Alpen zurückzuholen.

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Die gute alte Zeit !?


Cd. 1930 (leicht gekürzt) von Heinrich Erler

Drei Tage dauerte die Leidenszeit eines am Schalligrat Abgestürzten bis Hilfe kam. 10 Bergführer aus Randa führten die Bergung mit primitiven Hilfsmitteln aus. Unsäglich die Torturen, die der Schwerverletzte erlebte, bis endlich der Spitalpflege übergeben werden konnte.

Nebel, Wolken, Dunkelheit, ein wohliges Gefühl des Geborgenseins; meine jüngste Schwester ist plötzlich bei mir, sie fragt etwas, - fort. Nebel ziehen, es wogt auf und ab. Plötzlich aus unendlicher Ferne ein Ruf. Und wieder ein Ruf. Ich höre meinen Namen, ich erkenne die Stimme des Rufenden. „Erler, leben Sie noch?" Ich öffne die Augen und bin hellwach. Blitzartig erkenne mich das Fürchterliche meiner Lage. Meine Stirne blutet stark, Hut und Eispickel sind fort, ich hänge im Seil in der riesigen Südostwand des Walliser Weisshorns, mit dem Gesicht nach der Wand, dicht unter einem kleinen Vorsprung. Hoch über mir, wohl an die 30 Meter, erkenne ich L. In unerträglicher Weise schnürt das Seil mir den Brustkorb zusammen. Alle Kraft nehme ich zusammen und versuche zu antworten; es klingt mehr wie tonloses Lallen als Sprechen: „Ja, ich lebe, ich ersticke aber gleich, kann keine Luft bekommen. Schneiden Sie mich ab, ich kann das nicht länger aushallen". Das Seil wird etwas nachgelassen, ich halte mich am Vorsprung fest und bekommen nun endlich etwas Luft. Mit Aufbietung aller Kräfte ziehe ich mich auf den kleinen Vorsprung hinauf, ein Eckchen, das gerade notdürftig Raum zum Sitzen bietet. Endlich sitze ich völlig erschöpft mit dem Rücken gegen die Wand, die Beine hängen hinunter, das linke ist bewegungslos, der Oberschenkel muss gebrochen sein. Hände und Unterarme sind an vielen Stellen verletzt und bluten. Der Brustkorb tut mir bei jeder Bewegung, beim Atmen und Sprechen furchtbar weh. Kein Wunder, ich muss mindestens 5O Meter gestürzt sein. Nach und nach kann ich meine Lage verbessern, den Rucksack abnehmen und Kleider überziehen.

Es begann zu dämmern, ich lag schon lange im Schatten, die Berge wurden grau. Allmählich, in dem Masse, wie sich der Körper beruhigte, kann auch der Geist zu seinem Recht. Ich überdachte meine Lage, meine Gedanken gingen in die Heimat, zu den Eltern zum Regiment. Was würden Sie sagen, welche Angst ausstehen. Dieses alles überdachte ich rein verstandesmäßig, ohne inneren Anteil, völlig teilnahmslos. Die Nacht brach herein. Ich hörte noch L. rufen und Notsignale geben, dann schlief ich ein, todmüde wie ich war.

Die Kälte der Morgendämmerung des 8. August weckte mich zu neuem Leben. Der Schlaf hatte mich erquickt, und ich fühlte mich, abgesehen von der Kälte, ganz wohl. Was meine Gefährten bei dem herrlichen Wetter bewog, oben zu bleiben und nicht um Hilfe abzusteigen, konnte ich damals nicht beurteilen. Sie glaubten ihre Notsignale seien beachtet und beantwortet worden und es werde Hilfe kommen. Aber schon kam die zweite Nacht. Am folgenden Tag erwarteten wir einen schönen Tag. Doch leider änderte sich bald das Bild. Dunkle Wolken ballten sich zusammen, ein eisiger Wind machte sich auf, kurze Zeit später umtoste uns eines der schwersten Hochgebirgsgewitter. Nachdem der erste Anprall vorüber war, trat aber keine Wetterbesserung ein, Nebel, Schnee und Hagel wechselten bei schwerem Sturm miteinander ab. Trotzdem sollte unsere Hoffnung jetzt aufs höchste belebt werden. Auf gleicher Höhe mit uns erschien auf dem Ostgrat von wo wir auch Hilfe erwarteten, eine Seilschaft und kämpfte auf dem Firngrat gegen den Sturm. Bald darauf sahen wir sie absteigen. Da begann unsere Hoffnung zu sinken. Die dritte eisige Nacht brach herein. In der Morgendämmerung wachte ich auf, wohl infolge der starken Kälte. Da hatte ich die Wahnvorstellung, als ob mein ganzer Zustand unwirklich sei, als ob ich alles nur träumte. So kam mir der tolle Gedanke, allein den Abstieg zu versuchen, nur runter! Ich durchschnitt das Seil und kroch ein Stückchen vor. Aber schnell erkannte ich, zur Wirklichkeit erwachend, das Unmögliche und den Wahnwitz meines Beginnens, die grausame Wirklichkeit meiner Lage und schob mich, in mein Schicksal ergeben, in meine Felsspalte zurück. Infolge des starken Blutverlustes und wohl auch des Nervenschockes habe ich die Tage meist in einem halben Dämmerzustand zugebracht. Nachts schlief ich trotz der Kälte viel, Quälend empfand ich nur immer den Durst, den meine Freunde durch Sammeln des Schmelzwassers nach Kräften zu stillen versuchten. Ausserdem lutschte ich Eisnadeln, die sich regelmässig im Laufe der Nacht an meinem Lagerplatz bildeten. Die Freunde gaben sich alle Mühe, meinen Mut aufrecht zu halten. Das Gefühl einer Lebensgefahr habe ich in der ganzen Zeit nie gehabt, überhaupt nicht an den Tod gedacht. Die Sonne des dritten Tages, des 10. August, erweckte die erstarrten Glieder zu neuem Leben. Plötzlich tönte es von oben Halten Sie noch ein bisschen aus, es kommt Hilfe!" Wie Himmelsmusik klang diese Botschaft in meinen Ohren. Ich fragte zurück, wann die Leute da sein könnten; das würde noch Stunden dauern, war die Antwort. Und es dauerte noch lange. Es wurde fast Mittag, bis die Rettungskolonne vom Ostgrat über den Gipfel kommend und aus 10 Führern bestehend, bei den Gefährten anlangte. An das, was nun folgte, an den Transport über den ganzen schweren Schalligrat bis auf den Gletscher, denk ich mit Schrecken und mit Grausen zurück, jegliche Erinnerung aber fehlt mir daran, wie ich von meinem Lagerplatz zum Biwakplatz der Freunde hinaufgebracht wurde. Nachdem ich etwas erquickt war, ich hatte die ganze Zeit über nichts gegessen, übrigens auch nie ein Hungergefühl gehabt, wurde ich transportfähig hergerichtet. Durch zwei Pickelstiele wurde das linke Bein zusammengeschnürt. Mehrere Seile um die Brust vervollständigten meine Ausrüstung. So konnte die Heimreise beginnen. All die Zacken und Türme, die wir beim Aufstieg gemieden, musste ich im Abstieg nehmen. Wie ein Bündel wurde ich hier hinaufgehisst, dort hinuntergelassen, wobei ich nach Möglichkeit mit den erfrorenen Händen nachhalf. Am meisten hatte ich dabei durch Atemnot und Rippenschmerzen zu leiden. Die Führer taten ihr Möglichstes, aber das ganze war doch eine Qual, zumal das Wetter unbeständig wurde und zeitweise ein eisiger mit Schnee, vermengter Sturm über den Grat fegte. Die Sonne ging schon zur Neige, als wir endlich auf dem Gletscher anlangten. Hier steckte man mich in zwei Säcke, die bis über die Brust reichten und nun wurde ich gewissermaßen als Schlitten weiter befördert, bis wir endlich den Hüttenweg erreichten. Nun hatte mein Leiden sein Ende erreicht. Beim Eintreffen in Randa war es bereits tiefe Nacht. Mein Wunsch ein Glas Bier zu trinken, erregte allgemeine Heiterkeit, wirkte aber sehr beruhigend auf meine Umgebung. Man hatte uns, jedenfalls mich, ja längst für tot gehalten.

Aus Forum Alpinum ½ bzw..dem Buch: Im Banne der Berge 1935 Orell Füssli Verlag Zürich

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SAC-Lawineneinsätze 2001-2002

(D. Hunziker, Referat Interlaken, Bergrettungsärztetagung 03)

Die Anzahl der tödlichen Lawinenunfälle ist in den letzten Jahren rückläufig. Entscheidend hierfür ist eine effizientere Kameradenrettung und eine stetig besser werdende organisierte Rettung.

Im Winter 2001-2002 wurden durch den SAC nur touristische Lawinen und Katastrophenlawinen registriert. Bei den 46 Lawineneinsätzen des SAC wurden insgesamt 67 Personen als verunglückt erfasst, 34 konnten davon lebend, 19 nur noch tot abtransportiert werden. Ein Drittel der niedergehenden Lawinen wurden nicht erfasst, da keine Verschüttung und daher auch keine Alarmierung erfolgte. Von den Ganzverschütteten wurden 17 mit dem LVS geortet, viermal wurden die Verschüttungen beobachtet, zweimal wurde durch LVS und Beobachten gefunden, dreimal kam das Helikopter-LVS zum Einsatz und je einmal fand man Ganzverschüttete durch Feinsondierung, Lawinenhund oder Selbstbefreiung des Verschütteten. Die Ganzverschütteten wurden hauptsächlich durch Kameraden geortet, aber nur ein viertel davon war beim Eintreffen der Rettungskräfte ausgegraben. Dabei gilt, dass ein Verschütteter, der unter l m Schnee begraben liegt, von 4 Personen in 15 min freigeschaufelt werden kann, wobei ca. 4 qm Schnee bewegt werden müssen.

Von den Lawinenunfällen im Beobachtungszeitraum ereigneten sich bei Gefahrenstufe „gross", 26 bei Stufe „erheblich", 12 bei Stufe „mässig" und 4 bei Stufe „gering". Allein am 30.12.2001 ereigneten sich zwischen 11:00 Uhr und 16:00 Uhr 7 Lawinenunglücke, 5 davon in Graubünden. Die REGA kam aufgrund dieser und anderer Wintersportunfälle in diesem Zeitraum 60 mal zum Einsatz.

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Erfolg und Vertrauen in die Zukunft - Swiss Alpina - Schlusscommuniqué

Swiss Alpina, die internationale Ausstellung für Ausrüstungen von alpinen Ferienorten, die zum 11. Mal vom 30. April bis zum 2. Mai 2003 in Martigny durchgeführt wurde, hat die beste Besucherzahl erzielt. Da die Bergbahnen bei den Feriendestinationen eine Führungsrolle übernehmen müssen, wird die Ausstellung 2005 ihr thematisches Angebot und die Palette der Aussteller auf die zusätzlichen Dienstleistungen ausdehnen, die dieser Sektor in Zukunft wahrnehmen könnte. Die Messe findet vom 27. bis 29. April im Cerm statt.

Drei Tage mit intensiven Kontakten boten 7’454 Besuchern - wovon die meisten Bergtourismus-Fachleute waren - die Gelegenheit, die technologischen Neuigkeiten auf dem Markt zu entdecken; diese wurden von 155 Ausstellern, die 250 Marken vertreten, auf der ganzen Ausstellungsfläche des Cerm, insgesamt 16’000 m2, gezeigt. Drei halbtägige Seminare ermöglichten ihnen, ihre Kenntnisse auf den neusten Stand zu bringen. Der Tag der Schweizer Bergbahnen vermochte um die 200 Führungskräfte, die über die wirtschaftlichen Strategien und die neue Politik der Banken bei der Kreditvergabe entscheiden, anzuziehen. Ungefähr 80 Ingenieure und Spezialisten haben unter der Leitung des Schweizerischen Instituts für Schnee- und Lawinenforschung am integrierten Management beim Lawinenrisiko gearbeitet. Am letzten Tag haben schliesslich über 100 Spezialisten auf Einladung von Meteorisk intensiv über die Notwendigkeit, das Freeriden zu reglementieren, diskutiert.

Die Ausstellung konnte ihrem Anspruch bestätigen, ein unverzichtbarer internationaler Treffpunkt zu sein; nebst den Schweizern, die 60% der Kundschaft ausmachen, kamen 40% Besucher aus 15 Ländern, davon 25% Besucher aus Frankreich (Zunahme von 5%) und 7% aus Italien, während die restlichen 4% sich auf 13 andere Länder verteilten, darunter Deutschland, Österreich, Bulgarien, Spanien, Skandinavien, China und Grossbritannien.

Für die nächste Ausstellung, die vom 27 bis zum 29 April 2005 stattfindet, öffnet Swiss Alpina die Ausstellungsfläche dem Bereich der Materialvermietung für Gleitsportarten. Im Rahmen der Seminare will die Ausstellung auch die Thematik im Zusammenhang mit den Zusatzeinnahmen, die bei den Bergbahnunternehmen einen immer wichtigeren Beitrag zum Ergebnis leisten, abdecken. Ein Expertenausschuss, der im Rahmen der diesjährigen Swiss Alpina zum ersten Mal zusammentrat, studiert bereits diese Thematik, damit die Führungskräfte aus dem öffentlichen und privaten Bereich für einen gesamtheitlichen Ansatz beim Tourismus gewonnen werden können. Das Verständnis für die jeweiligen Notwendigkeiten der wichtigsten Partner der Dienstleistungskette und die enge Zusammenarbeit zum Erreichen gemeinsamer Ziele stellen in der Tat die wichtigste Herausforderung dar, die die Ferienorte in Zukunft bewältigen müssen, wobei die Rahmenbedingungen von gut informierten öffentlichen Behörden geschaffen werden.

Swiss Alpina, die Schweizer Bergbahnen, der Kanton Wallis und die Stadt Martigny erwarten alle Aussteller und Besucher für die 12. Ausstellung im Frühling 2005.

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Obergurgl: Freispruch für Lawinenkommission

(ca) – Im Prozess um das Lawinenunglück in Obergurgl, bei dem eine deutsche Familie getötet worden war, wurden am 20. Mai die angeklagten Mitglieder der Lawinenkommission freigesprochen.

Zu dem Unglück war es Ende Februar 2001 gekommen, als unterhalb des Königsgrats eine Lawine abgegangen war, die in der Folge Sekundärlawinen aus sechs Lawinenstrichen ausgelöst hatte. Dadurch war die Gurgler Straße auf einer Breite von 700 Metern verschüttet worden, was für die deutsche Familie den Tod bedeutet hatte.

Die Staatsanwaltschaft hatte den zuständigen Mitgliedern der Lawinenkommission vorgeworfen, trotz der Lawinengefahrenstufe vier (kritische Neuschneelage), andauernder Windverfrachtungen, instabilen Schneedeckenaufbaus und Warnungen des Wetterdienstes die Straße nicht gesperrt zu haben.

Dem widersprachen zwei Gutachten, die die Vorhersagbarkeit der Lawine unterhalb des Königsgrats als nicht gegeben bezeichnen. Die Lawine sei zudem im Lawinenkataster nicht einmal eingetragen gewesen.

Als Grund für den Freispruch nannte Richter Anton Mayr im Zuge der Urteilsverkündung das „nicht Vorhandensein eines Risikozusammenhangs“. Subjektive Vorhersagbarkeit dieser „exorbitanten Lawine“ sei nicht gegeben gewesen und das Sperren der Straße wäre „sozial inadäquat“ gewesen.


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Sölden: Ermittlungen nach Lawinenabgang auf Skipiste - 4-jähriges Kind tödlich verunglückt

Das Lawinenunglück in Sölden bleibt Gegenstand der Ermittlungen. Am 29.03.03 ist auf einer gesicherten Piste ein 4-jähriges Kind von einer Lawine verschüttet worden. Es ist noch nicht geklärt, wer Schuld am Tod des Kindes trägt.

Wer ist schuld am Tod des 4-Jährigen aus München? Dieser Frage müssen jetzt Gendarmerie und Staatsanwaltschaft nachgehen. Unklar ist, ob ein russischer Skifahrer die Lawine im freien Skiraum ausgelöst hat, die dann auf der gesicherten Piste den Buben erfasst und getötet hat. Der Russe sagt, er sei es nicht gewesen. Seine Frau legt ein Videoband vor, das zum Zeitpunkt des Lawinenabgangs gedreht worden sein soll und beide in einem Skilift zeigt. Das Videoband wird derzeit von Spezialisten ausgewertet. Dem entgegen steht die Aussage eines Liftbediensteten der Söldner Bergbahnen. Dieser will den Russen gesehen haben, als er nach dem Lawinenabgang aus dem Kegel abgestiegen ist. Doch auch wenn diese Frage beantwortet werden kann, bleibt noch eine weitere offen: Wie kann auf eine gesicherte Piste überhaupt eine Lawine abgehen? Dazu der Rechtsanwalt der Söldner Bergbahnen Dr. Andreas Ermacora: "Die Söldener Bergbahnen waren gerade dabei, diese Piste zu sperren. Wenn der Skifahrer fünf Minuten später hineingefahren wäre, wäre die Piste bereits gesperrt gewesen. Es ist bereits ein Bediensteter dabei gewesen, auf der einen Seite eine Sperre zu errichten. Und gerade wie er mit der Errichtung der Sperre fertig war, hat er die Lawine abgehen gesehen."


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Tödliche Lawinenunfälle in der Schweiz 2002/2003

(1. Oktober 2002 - 30. September 2003)

Anzahl Tote 2002/2003: 21 Personen (Stand: 23. April 2003)

(9 Varianten-Skifahrer, 3 Varianten-Snowboarder, 7 Touren-Skifahrer, 1 Touren-Snowboarder, 1 Bergsteiger)

details siehe www.slf.ch


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Erholung in den Schweizer Tourismusregionen ab Wintersaison 2003/2004 in Sicht

Für den Sommer 2003 wird für alle Tourismusregionen ein weiterer Rückgang der Logiernächte von insgesamt 3.2% prognostiziert. Ab der Wintersaison 2003/2004 wird im Zuge der erwarteten Abwertung des Schweizer Frankens und des konjunkturellen Aufschwungs mit einer Erholung in der ganzen Schweiz gerechnet, der zu einer Zunahme der Hotelübernachtungen um 1.3% führen wird. Für die Tourismusjahre 2004 und 2005 wird eine weitere Steigerung der Logiernächte von jeweils 1.2% pro Jahr prognostiziert.

Flaute im Sommer 2003

Für die Sommersaison 2003 ist in fast allen Schweizer Tourismusregionen mit einer rückläufigen Nachfrage zu rechnen. Für die gesamte Schweiz wird der Rückgang im Durchschnitt 3.2% betragen. Zwischen den einzelnen Regionen zeigen sich zudem deutliche Unterschiede im Ausmass der erwarteten Einbussen. Insgesamt dürfte die Nachfrage im Alpenraum deutlich weniger stark zurückgehen (-0.8%) als in den „Grossen Städten" (-4.7%) und in den „Restlichen Gebieten" (-7.6%). Die „Grossen Städte" werden im Sommerhalbjahr die starke Ausrichtung auf den Geschäftstourismus negativ zu spüren bekommen. Der Geschäftstourismus wird sich schleppend entwickeln, da sich die weltweite konjunkturelle Erholung im Zusammenhang mit dem Irak-Konflikt verzögert. Noch grössere Einbussen als für die „Grossen Städte" sind für die „Restlichen Gebiete" zu erwarten. Hier fällt insbesondere der Sondereffekt Expo.02 negativ ins Gewicht. Die Landesausstellung hatte im Sommerhalbjahr 2002 zu einer deutlichen Mehrnachfrage geführt. Der Gegeneffekt führt nun in der Sommersaison 2003 zu einem Rückgang der Hotelübernachtungen in den „Restlichen Gebieten" von insgesamt gegen 8%. Von den Regionen aus dem „Alpenraum" kann einzig der Kanton Tessin mit einer leicht steigenden Nachfrage im Sommerhalbjahr 2003 rechnen. Der Tessiner Tourismus dürfte im Sommer insbesondere vom „Nähe-Effekt" profitieren können. Für die restlichen Regionen aus dem Alpenraum erwartet das BAK für die Sommersaison 2003 Einbussen zwischen 0.6% (Zentralschweiz) und 1.5% (Graubünden). Der Kanton Graubünden muss mit diesem Rückgang rechnen, da Deutschland als Herkunftsmarkt für den Bündner Tourismus überaus wichtig ist.

Erholung im Winter 2003/2004

Mit einer Erholung im Schweizer Tourismus ist erst für die Wintersaison 2003/04 zu rechnen. Stimulierend niederschlagen werden sich insbesondere die Abwertung des Schweizer Frankens in der zweiten Jahreshälfte sowie die Erholung der Weltwirtschaft. Zudem geht das BAK von einer nachhaltigen Beruhigung der geopolitischen Lage aus. Insgesamt rechnet das BAK für die Wintersaison 2003/04 mit einer Zunahme der Hotelübernachtungen um 1.3 Prozent. Von der Erholung profitieren werden sowohl die Regionen aus dem Alpenraum, die „Grossen Städte" als auch die „Restlichen Gebiete". Bei den „Restlichen Gebieten" dürfte der Aufschwung etwas geringer ausfallen als im Alpenraum und in den „Grossen Städten". Dies da sich für Wintersportferien im Alpenraum nach der unerfreulichen Entwicklung in den letzten zwei Winterhalbjahren vorab bei der ausländischen Nachfrage ein Nachholbedarf aufgestaut hat. In den „Grossen Städten" wird sich der Geschäftstourismus markant erholen. Innerhalb des Alpenraums ergeben sich einige Unterschiede bezüglich Ausmass des für die Wintersaison 2003/04 erwarteten Aufschwungs. Überdurchschnittliche Wachstumsraten sind für die Kantone Wallis und Graubünden zu erwarten. Das Wallis wird dank seinem attraktiven Wintersportgebiet auf dem Binnenmarkt weiter Wettbewerbsanteile gewinnen. Bei Graubünden sollte sich die allmähliche Erholung auf dem deutschen Markt positiv auswirken. Im Schweizer Durchschnitt bewegen sollte sich im kommenden Winter das Wachstum der touristischen Nachfrage im Kanton Tessin. Mit nicht ganz einem Prozent etwas unter dem nationalen Durchschnitt bewegen wird sich die Erholung im Berner Oberland und in der Zentralschweiz. Dafür spielt insbesondere die Tatsache ein Rolle, dass beide Regionen in der Wintersaison 2002/03 im Gegensatz zu den anderen Alpen-Regionen ihre Nachfrage in etwa konstant halten konnten.

Verstärkte Erholung im Sommer 2004

In der Sommersaison 2004 sollte sich die Erholung im Schweizer Tourismus noch etwas verstärken. Insbesondere in den Grossen Städten wird sich die deutliche Beschleunigung der weltwirtschaftlichen Entwicklung in einer Mehrnachfrage von Geschäftstouristen niederschlagen. Aber auch für die Regionen aus dem Alpenraum und die „Restlichen Gebiete" ist für das Sommerhalbjahr 2004 mit einer Beschleunigung des Nachfragewachstums zu rechnen.

Moderates Wachtum 2004 & 2005

Mittelfristig wird sich ab der Wintersaison 2004/05 das Nachfragewachstum im Schweizer Tourismus verlangsamen. Für die Tourismusjahre 2004 und 2005 ist insgesamt auf nationaler Ebene ein jährliches Nachfragewachstum von 1.2% zu erwarten. Die Wachstumsraten dürften sich dabei zwischen dem Alpenraum, den „Grossen Städten" und den „Restlichen Gebieten" nicht stark unterscheiden.

Quelle: Dachverband der Hotelwirtschaft hotelleriesuisse

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Die neue Leitwolf-Winde von Prinoth

Automatische Zugkraft-Regelung und 1.200 Meter Seillänge

Im Bereich der Windentechnologie überzeugt Prinoth seit Jahren durch seine technische Kompetenz. Die Verkaufszahlen beweisen, dass dies auch von den Kunden honoriert wird, die über die Jahre überdurchschnittlich viele Winden-Versionen orderten, so dass Prinoth bei den Windenmaschinen einen Marktanteil von fast 70% erreicht. Mit der neuen Überkopfseilwinde für den Leitwolf – das Spitzenfahrzeug im Bereich der Pistenpflege – geht Prinoth noch einen Schritt weiter: Sie ist stark an Leistung, leicht im Gewicht und extrem bedienerfreundlich. „Auch beim Leitwolf gehört die Winde zu den wichtigsten Innovationen, da Lösungen in dieser Form von keinem anderen Anbieter auf dem Markt angeboten werden“, so der technische Leiter Martin Runggaldier.

Eine Seilwinde, die mitdenkt

Die bedeutendste Entwicklung bei der neuen Leitwolf-Winde ist die automatische Zugkraft-Regelung, die in Abstimmung mit verschiedenen Parametern wie die Fahrgeschwindigkeit, die zu bewältigende Steigung und die aufzubringende Schubkraft elektronisch gesteuert wird. „Der Fahrer muss sich nach dem Einhängen des Seiles und dem Einschalten der Automatik nicht mehr um die Winde kümmern und kann sich zur Gänze auf das Fahren bzw. auf das Pistenpräparieren konzentrieren,“ so Andreas Lambacher, Verkaufsleiter von Prinoth. „Egal ob er bergauf, bergab oder schräg fährt, die Winde hat immer die optimale Zugkraft.“ Diese wird kontinuierlich gesteigert oder verringert, z.B. wenn das Fahrzeug vom Flachen ins steilere Gelände kommt oder wenn zusätzliche Zugkraft gefordert wird. Die Leitwolf-Winde denkt also mit. Ergibt sich eine bestimmte Differenz zwischen Seilgeschwindigkeit und Fahrgeschwindigkeit regelt die Elektronik automatisch nach, um das Gleichgewicht wieder herzustellen. Diese patentierte Technologie ermöglicht daher nicht nur den energiesparenden Geräte-Einsatz, sondern auch eine Schonung des Windenseiles.

Stark in der Leistung – gering an Gewicht

Die neue Leitwolf-Winde ist in Leichtbauweise konzipiert. Der Rahmen ist eine Fachwerkkonstruktion bestehend aus hochfestem Feinkornbaustahl. Der Ausleger kann von der Kabine aus um 360° Grad hydraulisch gedreht werden. Bei geringer Garagenhöhe oder bei der Bearbeitung von Lifttrassen kann der Windenarm gekippt werden, um die maximale Höhe des Fahrzeuges von 3.100 mm nicht zu überschreiten. Der Windenarm kann durch die, im Hydraulikmotor zum Drehen des Windenarms, eingebaute Bremse in jede Position gebracht und muss nicht mehr zusätzlich befestigt werden. Die Leitwolf-Winde ist also stark an Leistung und dabei leicht im Gewicht. Dadurch ist der Leitwolf in der Flotte – ganz ohne Demontage der Winde – immer noch mit dabei. Wie beim Vorgängermodell wird dem Benutzer eine präzise und besonders fahrerfreundliche Bedienung mit einfacher Handhabung ermöglicht. Damit erreicht die Leitwolf-Winde einen effizienten Einsatz bei größter Sicherheit.

Zuverlässigkeit, hohe Lebensdauer und eine Seillänge bis zu 1.200 Meter

Bereits benwährt hat sich das Gesamtkonzept des neuen Leitwolfs mit Trommelwinde und hydraulischer Spulvorrichtung. Sowohl die optimal ausgelegte Lebus-Trommel mit einem Durchmesser von 980 mm und der folglich geringen Anzahl an Seillagen, als auch die großzügig dimensionierten Umlenkrollen, die mit an den Seildurchmesser angepassten Rillen versehen wurden, verhindern den frühzeitigen Verschleiß des Stahlseiles. Die Seillängen betragen wahlweise 850 Meter bzw. verfügt die Leitwolf-Winde über die am Markt einzigartige Seillänge von 1.200 Metern bei einem Windenseil-Durchmesser von 10 mm und einer Mindestbruchlast von 105,50 kN.

Neu ist an der Leitwolf-Winde auch die erste Umlenkrolle nach der Trommel, die schwenkbar ausgeführt ist, um das Seil noch mehr zu schonen. Die Verwendung von bereits bewährten Bauteilen sichert größte Zuverlässigkeit. Das bedeutet wiederum stark reduzierte Wartungsarbeiten und verlängerte Wartungsintervalle.

Für die Demontage der Seilwinde ist ein einfach zu bedienendes Schnellwechselsystem mit serienmäßig mitgelieferter Hebevorrichtung eingebaut, das höchste Bedienerfreundlichkeit gewährt. Die Befestigung der Winde auf den Rahmen erfolgt nicht mehr mit Bolzen sondern mit 6 Schrauben, die den Vorgang beschleunigen. Die Winde kann auch sehr einfach über eine fix angebrachte Hydraulikhandpumpe nach hinten gekippt werden. Dies erleichtert Service und Wartung der Maschine.

Enorme Leistungsfähigkeit und einfache Steuerungsbedienung

Zwei Funktionen können über Druckschalter gewählt werden: manuelles Abspulen oder Arbeitsbetrieb. Darüber hinaus bietet die neue Seilwinde eine automatische Zugkraft-Regelung während des Betriebs sowie die automatische Anpassung der Seilgeschwindigkeit an die Fahrgeschwindigkeit – ob bergauf oder bergab. Bei seitlichem Zug wird die Zugkraft progressiv reduziert, um dem Fahrer das Wenden mit dem Fahrzeug zu erleichtern.

Durch einen Kippschalter kann die Zugkraft manuell über- oder untersteuert werden, was bedeutet, dass dem Fahrer trotz Automatik ausreichend Handlungsfreiraum gewährt wird, um sich an Ausnahmesituationen anpassen zu können. Das Unterblenden, zum Beispiel, kann durch das Betätigen des Unterblendungskippschalters in eingeschaltetem Zustand bleiben, bis diese Funktion durch nochmaliges Drücken wieder deaktiviert wird. Seillänge sowie die Seilzugkraft können über die Displayanzeige im Führerhaus kontrolliert werden, ebenso werden dort die effektiven Windenstunden angezeigt. Die maximale Arbeitsgeschwindigkeit mit der Winde beträgt 16 km/h, die maximale Zugkraft liegt bei 35 kN bei einem Einsatzgewicht von 1.450 kg. Die allgemeine Pistenpräparierung ist bei montierter Seilwinde ohne Einschränkung mit einer Geschwindigkeit von bis zu 21 km/h möglich.

Höchste Sicherheit als absoluter Qualitätsanspruch

Um die Sicherheit der Fahrer bei der Pistenpräparierung vor allem im steilen Gelände zu gewährleisten, hat Prinoth hohe Ansprüche gestellt. Es gibt eine elektronische Überwachung der sich auf der Trommel befindenden Restseilmenge. Der Fahrer wird über ein akustisches Signal auf diese Situation aufmerksam gemacht. Das Seillängen-Anzeigensignal erfolgt durch einen Impulsgeber, der der Windenelektronik auch die Drehrichtung der Seiltrommel meldet. Außerdem werden Seilentgleisung und unregelmäßiger Zug am Seil überwacht. Zwei Rückscheinwerfer auf den Windenrahmen sowie ein Scheinwerfer am Windenausleger gewähren optimale Sichtverhältnisse.

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