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¦ Achtung - Blitzschlag ¦ Tips vom Rega-Arzt: Baden ¦
Achtung - Blitzschlag
Gesellschaft für Berg-Medizin und Berg-Traumatologie des Krankenhauses Chamonix
Obwohl allgegenwärtig in den Vorstellungen der Alpinisten ist der Blitzschlag selten. Die Zahl der Opfer übersteigt nicht 1 bis 2 pro Jahr in dem französichen Teil des Mont-Blanc Massifs (bei einem Beobachtungszeitraum von 10 Jahren mit ca. 5000 Bergverletzten). Bei den Überlebenden (70%) sind verschiedene Verletzungsgrade anzutreffen von der einfachen oberflächlichen Verbrennung bis zum schweren Koma mit Hypothermie, Schock und Polytrauma. In letztem Fall ist es schwierig zu differenzieren welche Pathologie welche Auswirkungen zeigt. Der Folgeunfall (Panik und vergessen/außer Acht lassen der Sicherheitsregeln, Sturz infolge des Blitz-Einschlags ... ) ist nicht selten. Für das Opfer ist die Amnesie des Unfallherganges die Regel. Die sofortige Wiederbelebung beinhaltet die Wiederherstellung des normalen Wasser- Elektrolythaushaltes mit Prävention der Niereninsuffizienz, die Schmerztherapie, eine eventuelle Sedierung, sowie eine cardiologisch und neurologisch aufmerksame Überwachung. Die chirurgische Versorgung ist diejenige der elektrischen Verbrennungen. Nach unseren Erfahrungen ist die Entwicklung bei den initial Überlebenden günstig ; mit Ausnahme von möglichen neurologischen, visuellen (Katarakt) und akustischen Schäden ist die Prognose im wesentlichen von den Begleitverletungen abhängig.
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Tipps vom Rega-Arzt: Baden
Die Sonne brennt, die Abkühlung lockt - und der Schock sitzt tief nach dem Badeunfall. Hilflosigkeit machen Sekunden zur Ewigkeit. Unaufmerksamkeit und Nachlässigkeit ertränken im Nachhinein jegliche Sommerfreuden. Was wäre zu tun gewesen?
Badeunfälle enden oft tragisch. Das müsste nach Ansicht des Rega-Oberarztes Hans Jacomet nicht sein: Denn überlegtes, cooles Handeln kann Leben retten. Da Sauerstoffmangel rasch zu bleibenden Hirnschäden führt, rät Dr. Hans Jacomet als erste und wichtigste lebensrettende Massnahme: Sofort mit der Beatmung beginnen, sobald der Kopf über Wasser ist. Sinnlose Zeitverschwendung sei der Versuch, Wasser (und wie im Comic, den Goldfisch) aus den Lungen zu drücken.
Herzmassage und Beatmung sollen nur ausgebildete Personen vornehmen. Deshalb empfiehlt Dr. Jacomet den Besuch eines Samariter- und anschliessend eines Wiederbelebungskurses oder eines Wassersicherheitskurses der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG.
Merken Sie sich folgende Punkte:
Gut schwimmen lernt man als Kind. Bringen Sie deshalb Ihren Kindern ab 4 bis 5 Jahren das Schwimmen bei. Beaufsichtigen Sie die Kinder, auch wenn sie Schwimmhilfen tragen.
Vorsicht, wenn Sie die Wassertiefe nicht kennen. Die Rega muss jedes Jahr mehrere Querschnittgelähmte transportieren, die kopfvoran in seichte Gewässer gesprungen sind.
Beim Windsurfen werden oft das eigene Können sowie die körperliche Kondition überschätzt. Wer die Sicherheitsgrundsätze befolgt, hat mehr Spass beim Surfen.
Auf jeder Kanu- oder Schlauchbootfahrt müssen die Teilnehmer eine Schwimmweste tragen. Fahren Sie nur dort, wo Sie auch schwimmen würden.
Betreiben Sie Riverrafting nur nach einer gründlichen Ausbildung oder vertrauen Sie sich einem professionellen Veranstalter an.
Beachten Sie die 6 Baderegeln und die 6 Flussregeln der SLRG und die Broschüre «Wassersport. Aber sicher!» der Schweizerischen Beratungsstelle für Unfallverhütung.
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