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Archiv1 Zündschnur

Einige Artikel aus der Zündschnur finden Sie im Informationsteil

¦ Auswirkung der Beschneiung ¦ Kässbohrer: Der PistenBully 300 Polar ¦ Kommentar ¦ Transport von Sprengstoff ¦

Auswirkungen der Beschneiung

(V. Stöckli SLF)

Die Schneedecke der Skipisten ist im Vergleich zur natürlichen Schneedecke verändert. Das Projekt "Auswirkungen von organischen und anorganischen Schneezusätzen auf Vegetation und Boden in alpinen Skigebieten" hat zum Ziel, diese Veränderungen zu charakterisieren und Reaktionen von Vegetation und Boden auf die veränderten Umweltbedingungen zu prüfen und darzustellen.Das Forschungsvorhaben wird am Eidg. Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) in Davos durchgeführt und soll nach dreijähriger Dauer bis Ende 2001 abgeschlossen sein. Es basiert auf vergleichenden Untersuchungen vor Ort sowie Experimenten im Versuchsfeld und im Labor. Untersuchungen in der Natur fanden in den Skigebieten von Davos, Lenzerheide, Laax, St. Moritz, Scuol, Alptal, Morgins, Nendaz, Montana und Zermatt statt. Hier wurden jeweils auf einer Kunst- und Naturschneepiste sowie unmittelbar außerhalb derselben die Eigenschaften von Schneedecke, Vegetation und Boden ermittelt. In einem Versuchsfeld und im Labor wurden dazu Experimente angestellt. Auf diese Weise wurden insbesondere die Reaktionen der Pflanzen auf verschiedene chemische Eigenschaften des Pistenschnees und seiner Zusätze untersucht.

Schneedecke

Die bisherigen Ergebnisse in den untersuchten Skigebieten zeigen, dass Anfang März 2000 der Kunstschnee mit durchschnittlich 523 g/l rund 33 % dichter war als Schnee außerhalb der Pisten. Auch der Schnee der Naturschneepisten war deutlich dichter als der unbehandelte Schnee. Die Differenz beträgt hier 26 %. Die Dichte der Schneedecke auf dem Versuchsfeld "Bolgen" in Davos zeigte dasselbe Muster wie in den Skigebieten. Kunstschnee mit Snomax wies dabei leicht geringere Dichten auf als Kunstschnee ohne Snomax. Aus Schneehöhe und Dichte lässt sich der Wasserwert der Schneedecke berechnen. Auf den Kunstschneepisten ist der Wassereintrag aus der Schneedecke im Durchschnitt doppelt so hoch wie auf den Kontrollflächen. Die Temperaturen der Bodenoberfläche lagen im Allgemeinen um null Grad unter Pisten mit Kunstschnee sowie außerhalb der Pisten, hingegen deutlich unter null Grad unter Pisten mit Naturschnee. Die unterschiedlichen Temperaturen unter dem Schnee kommen daher, dass die Leitfähigkeit mit der Dichte des Schnees zunimmt, aber der Wärmefluss letztendlich mit der Höhe des Schnees wieder abnimmt. Die Ausaperung der Skipisten mit Kunstschnee erfolgte nach 195 Tagen Schneebedeckung rund 17 Tage später als außerhalb der Pisten. Demgegenüber aperten die Pisten mit Naturschnee im Mittel 5 Tage früher aus im Vergleich zur Kunstschneepiste. Diese Unterschiede im Zeitpunkt der Ausaperung sind im Wesentlichen auf die unterschiedliche Schneemenge zurückzuführen. Im Kunstschnee wurde im Vergleich zur natürlichen Schneedecke eine ca. viermal höhere elektrische Leitfähigkeit gemessen. Die hohe Leitfähigkeit des Kunstschnees ist auf einen erhöhten Ionengehalt zurückzuführen.

Vegetation

Auf dem Versuchsfeld zeigten die ersten Blütenpflanzen nach Ausaperung des Kunstschnees eine geringfügig verzögerte Entwicklung. Mitte Juni ist ein Unterschied in der Entwicklung der Pflanzen nicht mehr ersichtlich. Die Biomasse, die am 18. Juli auf den einzelnen Teilflächen geerntet wurde, war, unabhängig von der Behandlung des vergangenen Winters, auf allen Flächen gleich. Die Biomasseproduktion zeigte deutliche Reaktionen auf die Behandlung mit qualitativ unterschiedlichem Wasser. Auf Teilflächen, die mit PTX (Ammoniumnitrat) begossen wurden, war die Biomasse um rund 25 % höher als auch Flächen mit anderen Behandlungen.

Die Anzahl der Pflanzenarten ist auf Pisten allgemein geringer als außerhalb. Der Unterschied ist aber nicht immer signifikant. Auch die Diversität der Pflanzen ist auf Pisten geringer als auf Vergleichsflächen. Hier sind die Unterschiede nicht in allen Klassen von Pisten signifikant und variieren je nach Vegetationsgesellschaft.

Der Anteil der Gräser an der Produktivität (Masse) ist auf Planien höher als auf den jeweiligen Vergleichsflächen. Zwergsträucher sind demgegenüber deutlich reduziert. Bei allen Analysen der Skipisten tritt der Faktor "Planierung" als der entscheidende im Zusammenhang mit Skibetrieb hervor. Durch den Faktor "Kunstschnee" oder "Snomax" ist die Vegetation wenig stärker verändert als durch den Faktor "Skipiste" allgemein. Bei den Auswertungen der Artzusammensetzung wird sich zeigen, ob größere durch Beschneiung bedingte Unterschiede zwischen den Pisten bestehen.

In Experimenten im Gewächshaus haben alle drei bisher untersuchten Arten (Goldhafer, Weißklee und Thymian) auf die Behandlung mit Snomax reagiert. Der Goldhafer zeigte gesteigertes Wachstum, während sowohl der Weißklee als auch der Thymian im Vergleich zu den Kontrollen im Wachstum zurückblieben. Die Ursache für diese selektive Wirkung ist noch nicht klar. In Experimenten zu einer möglichen Frostwirkung durch Snomax konnten bisher keine Effekte festgestellt werden. Weder Klee noch Thymian zeigten mehr Frostschädigungen als die unbehandelten Kontrollen.

Schlussfolgerungen

Die bisherigen Ergebnisse der Studie zeigen deutliche Unterschiede der physikalischen und chemischen Eigenschaften von Kunstschnee im Speziellen und Skipisten im Allgemeinen gegenüber der natürlichen Schneedecke. Der Winterlebensraum der Pflanzen ist also deutlich verändert. Die Vegetationsstudien widerspiegeln in einer Vielzahl von Merkmalsausprägungen Unterschiede der Standorte. Bei allen Ergebnissen zeigen planierte Flächen die deutlichsten Abweichungen. Bei den Auswertungen der Arten-Zusammensetzung wird sich zeigen, ob größere, durch Beschneiung bedingte Unterschiede zwischen den Pisten bestehen. Die weitere Analyse der Ergebnisse und weitere Versuche werden außerdem klären, inwieweit Veränderungen der Vegetation tatsächlich auf vom Skibetrieb veränderte Standortbedingungen zurückzuführen sind.


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Kässbohrer: Der PistenBully 300 Polar

Wer will schon Rundungen kappen, wenn sie erwünscht sind?! Schön, wenn man selbst entscheiden kann, ob die Buckelpiste verstärkt oder zur Autobahn gemacht werden soll. So beim neuesten Fahrzeug der Kässbohrer Geländefahrzeug AG. Der PistenBully 300 Polar verfügt als erstes Pistenfahrzeug über eine intelligente Fräsensteuerung – SNOWtronic. Ein echter Profi für Maschinenschnee-Präparierung und extreme Geländeformen.

Welcher Fahrer kennt das nicht: Eigentlich möchte er die Kuppe gar nicht kappen, doch die Fräse seines Fahrzeugs folgt nicht dem Gelände, sondern dem Fahrzeug. Der Fahrer eines PistenBully 300 Polar entscheidet jetzt selber, ob er die vorhandene Pisten-Kontour erhalten, verstärken oder glätten möchte. Dank SNOWtronic, der intelligenten Steuerung, folgt die Fräse seiner Anweisung. Hierbei kann der Bearbeitungsmodus punktgenau eingestellt werden. Dies erlaubt eine ökonomische Behandlung des teuer hergestellten Maschinenschnees, bei dem die Fräsentiefe wohl bedacht werden will. Die bewährte 6-stufige Regelung der Fräsentiefe kommt hier zu tragen. Das Gehirn des PistenBully 300 Polar befindet sich im Bordcomputer des Cockpits. Von hieraus werden auch die Programme für die Fräse angesteuert. Auf der Mittelkonsole angebracht liefert das digitale Display Informationen über alle wichtigen Betriebszustände des Fahrzeugs, der Fräse und der Winde. Denn selbstverständlich gibt es den PistenBully 300 Polar auch in Windenversion – mit allen Vorteilen der neu entwickelten Winde des Pisten-Bully 300 W. Optional laufen ebenfalls über das Display die Aufnahmen einer, hinter der Winde installierten Kamera. Sie überwacht den Bereich etwa 10 m hinter der Maschine über deren gesamte Breite. Dies ermöglicht beim Fahren eine sofortige Beurteilung der präparierten Pistenqualität sowie eine Überprüfung der Maschine bei der Rückwärtsfahrt.

Wer auf strengste Bedingungen in der Antarktis ausgelegt wurde, ist in den Bergen stark genug, um kraftvoll die vorab produzierten Berg an Maschinenschnee von der Schneekanone weg in den Hang, hin zur benötigten Stelle zu transportieren. Seine Macher haben den PistenBully 300 Polar mit zusätzlicher Power ausgestattet. Die 430 PS dienen vorwiegend dem ökonomischen Snow Management, wozu auch die 20% Vergrößerung seines Räumschildes beiträgt. Die Schneemassen, die der PistenBully 300 Polar bewegt haben arktische bärige Ausmaße und suchen seines Gleichen.

Hinter dem neu konzipierten Galeriegeländer des "Supermans" steht eine sehr funktionale Überlegung: Er sichert in bewährter Weise die Ladung und erfüllt nun zusätzlich eine Schutzfunktion beim Personentransport auf der Ladefläche. Denn hierfür lässt sich jetzt die Galerie nach oben aufklappen. Es dürfen jedoch nur vorab instruierte Betriebsangehörige befördert werden (gemäß DIN 30770). Zu diesem Zweck wurden auch zwei Sitzschalen in die Motorabdeckung eingelassen. Quasi mit integrierter Sitzheizung.

Die Nacht zum Tage werden lassen - das realisieren serienmäßig die drei Xenon-Scheinwerfer nach vorne. Diese bringen eine Ausleuchtung zustande, die der eines Fußballfeldes gleicht. Bei der Sicht nach hinten helfen zwei, in die Tragrahmenabdeckung integrierte Rückscheinwerfer bei der Ausleuchtung der Fräse.


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Kommentar

Jr)Bereits steht der Sommer vor der Türe und mach einer hat den vergangenen Winter schon beinahe vergessen.

Trotz sich ständig verändernden Vorzeichen ist unsere Arbeit die gleiche geblieben. Die klimatischen Veränderungen sind nun glaub ich auch dem letzten klar geworden. Normale Schneelagen sind keine Selbstverständlichkeit mehr. Dank modernster Technik und riesengrossen Anstrengungen ist es aber trotz magerer Schneelage gelungen grösstenteils beste Pistenverhältnisse zu schaffen. Der internationale Konkurrenzkampf wir immer härter. Oesterrreich hat sein bestes Winterhalbjahr hinter sich. Wir Retter geben unser bestes innerhalb der Unternehmung um den Abstand nicht noch grösser werden zu lassen. Unser hoher Ausbildungsstand, unser Motivation und unser Können sind Garant dafür. Sicherheit wird zu einem wichtigen Argument für die Wahl des Ferienortes. Wir sind gefordert auch in der ruhigen Sommerzeit uns auf dem neusten Stand zu halten. Die vorliegende Ausgabe und www.skipatrol.ch tragen das ihre dazu bei. In dem Sinne wünsche ich allen einen tollen Sommer!


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Transport von Sprengmittel

Wer Sprengmitttel auf öffentlichen Strassen transportiert muss bei gleichzeitigem Transport von Zündmitteln und Sprengstoffen die EGI Bescheinigung Nr. 126.906 mitführen.

Diese Bescheinigung gilt bis zum 31.12.05 und kann beim Verband Schweizerischer Sprengfachleute bezogen werden. Bitte adressiertes und frankiertes Couvert sowie 5 Briefmarken à -.90 nicht vergessen.

Sekretariat VSSF
Fr. H. Steiger
Chilenholzstrasse 43
8614 Sulzbach

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